Vom 25.1. – 27.1.2019 wollen wir uns zum zweiten Vorbereitungstreffen im Projekthaus Rawaule bei Bielefeld treffen. Eingeladen sind alle Interessierten, also selbstverständlich auch die Menschen, die beim ersten Vorbereitungstreffen nicht dabei waren. Schön wäre es, wenn du bis um 18 Uhr da bist, damit wir gemeinsam mit einem Abendessen beginnen können. Am Sonntag wollen wir bis um 15 Uhr gemeinsam aufgeräumt haben, um uns dann wieder in alle Himmelsrichtungen zu verteilen. Wir bekommen vor Ort einige Räume, u.a. zum Übernachten zur Verfügung gestellt. Dazu wünscht sich die Gemeinschaft 15€ pro Übernachtung. Sinnvoll ist es, dazu Schlafsack und Isomatte mitzubringen.
Fürs Essen ist gesorgt, evtl braucht es dafür eine kleine Spende vor Ort.
Bitte gebt uns möglichst zeitnah bekannt, ob ihr dabei seid oder nicht, damit wir fürs Essen planen können und eine ungefähre Ahnung haben, wie viele Menschen da sein werden. Schreibt dafür eine kurze Mail an: kontakt[ääättt]wanderuni.de
Wenn du ein halbes Jahr lang durch die Welt ziehen und dich mit selbstbestimmten Themen auseinandersetzen würdest, wie würdest du diesen „StudienGang“ gestalten? Mit welchen Themen wolltest du dich schon immer mal beschäftigen? Welche Orte und Menschen schon immer mal besuchen? Würdest du laufen, radfahren oder mit einem Schiff um Afrika segeln? Allein, zu zweit oder in einer Gruppe? Würdest du spontan deinem Gespür folgen oder vorher einen präzisen Plan austüfteln?
Das erste Informations- und Vorbereitungstreffen für die StudienGänge 2019 findet vom 9. -11. November in der Jurte des Sozialkraftwerks in Schwäbisch Gmünd statt. Wir werden die Idee der Wanderuni vorstellen, von den Erfahrungen der letzten Gruppen berichten, Raum geben, um deine Ideen und Wünsche für einen StudienGang 2019 reifen zu lassen und dir Möglichkeit geben, um Menschen kennen zu lernen, die diese Vision mit dir umsetzen.
Zeitraum:
Am Freitag könnt ihr gerne schon Nachmittags eintrudeln, um 18:00 gibt es Abendessen und um 19:00 Uhr werden wir gemeinsam starten. Am Sonntag wird es bis um 14:00 Uhr gehen.
Kosten:
6 Euro pro Person und Nacht als Richtwert für die Übernachtung in der Jurte. Mehr oder Weniger ist ebenfalls ok.
Ca. 10-15€ für das Essen. Wer wenig hat und wenig oder nichts geben kann oder will, ist trotzdem herzlich eingeladen.
Ort: Das Sozialkraftwerk ist ein wunderschönes, wildes Naturgelände, mit einer 50m² großen Jurte, (mit Holzfussboden, Küche, Ofen), bei der mehrere StudienGänge beim Aufbau mitgeholfen haben und die Raum für alternative Bildungsprojekte bietet. Die Infrastruktur ist sehr einfach. Es gibt ein Kompostklo und man kann in der kalten Quelle oder für 2 Euro in der warmen Dusche im Nachbarhaus duschen. https://sozialkraftwerk.de/
Mitbringen:
Isomatte und Schlafsack.
Wenn du ein Zelt (und einen warmem Schlafsack hast) und bereit wärst im Zelt zu übernachten, wäre es wunderbar, wenn du diese mitbringst, da es ein wenig eng wird, falls wir alle in der Jurte schlafen.
Anmeldung:
Wenn du kommen willst, dann melde dich bitte verbindlich an, in dem du eine kurze Mail schreibst an: Kontakt[aäaäatttt]wanderuni[punkt]de
Bitte gib auch an, ob du ein Zelt mitbringst oder ob du in der Jurte schläfst.
Unter den Ehemaligen der StudienGänge, die sich mit der Begleitung der neuen StudienGänge befassen, kam zunehmend das Bedürfnis auf, sich vertiefend damit auseinanderzusetzen, wie man andere Menschen in der Orientierungszeit begleiten und unterstützen kann, ihren selbstbestimmten Weg zu gehen. Darum werden wir im Februar ein Seminar zu diesem Thema veranstalten.
Das Seminar richtet sich vornehmlich an Ehemalige der Wanderuni, aber auch andere Weltenwanderer, die sich angesprochen fühlen, sind herzlich eingeladen. Bei Interesse melde dich einfach unter Kontakt[aätt]wanderuni[pünkt]de
Weltenwanderer – Einen selbstbestimmten Weg gehen und andere Menschen auf ihren selbstbestimmten Wegen begleiten.
Fragen, denen wir uns widmen werden, sind:
Was bedeutet es für mich einen selbstbestimmten Lebensweg zu gehen? Welche Erfahrungen habe ich gemacht?
Wie kann ich als Mensch, der vielleicht selber noch in der Orientierungszeit ist und doch schon einige Erfahrungen gemacht hat, andere Menschen auf ihrer Suche begleiten? Wie können wir uns auf der Suche nach selbstbestimmten Lebenswegen gegenseitig unterstützen und begleiten? Wie kann ich mit den auftauchenden Ängsten, Wünschen, Themen, Zeiten der Orientierungslosigkeit, etc. umgehen?
Wie kann ich meine Erfahrungen einbringen und anbieten ohne mein Gegenüber zu manipulieren?
Wie kann ich Gruppen anleiten/ Workshops vorbereiten und durchführen?
Was bedeutet „Wanderuni“ oder Orientierungszeit in ihrem Kern für mich? Welche Art von Strukturen und Begleitung braucht es/wünsche ich mir nach der Zeit von Propeace oder einem StudienGang der Wanderuni? Wie und wo kann ich meine Fähigkeiten einsetzen? Wie kann ich eigene Projekte umsetzen?
Diese Fragen werden wir weniger theoretisch, sondern ganz praktisch angehen. So wollen wir z.B:
Die Gestaltarbeit (eine Therapiemethode, die sich auch zum nicht-therapeutischen Begleiten nutzen lässt) kennenlernen und Triaden (Dreiergruppen) bilden, in denen wir uns gegenseitig mit Gestalt begleiten.
Jene, die wollen, können morgens die Gruppenleitung übernehmen und davor (in der Planung) und danach Supervision bekommen. Dafür werden wir auch das Modell der „Themenzentrierten Interaktion“ kennenlernen. Vielleicht machen wir auch systemische Aufstellungsarbeit.
Abends wird es Zeit geben für inhaltlichen Austausch oder das, was ansteht.
In der kurzen Zeit werden wir diese Fragen und Methoden natürlich nicht vollständig bearbeiten können. Das Seminar bietet jedoch die Möglichkeit diese Fragen zu bewegen und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Wir probieren selber etwas aus und wenn es Sinn zu machen scheint, wird es vielleicht weitere Seminare in dieser Richtung geben.
Das Seminar wird durchgeführt von:
Johannes-Peter, erfahrener Lehrer und Gestalttherapeut, der die Wanderuni von Anfang an unterstützt und begleitet hat und der uns immer wieder aus den sumpfigsten, individuellen oder gruppenmäßigen, Krisen heraus geholfen hat.
Emil, 25 Jahre alt, Wanderer und Funkenflieger in einer selbstorganisierten Lehrerausbildung
und uns allen: Es wird kein vollstädnig durchorganisiertes Seminar zum konsumieren, sondern es wird auch ein Experiment, das wir im gemeinsamen Tun entwickeln und gestalten.
Ort: Das Seminar wird an der Freien Schule Elztal in der Nähe von Freiburg, stattfinden. Es sind Fastnachtsferien, wir übernachten und arbeiten in den sehr schönen Klassenzimmern und versorgen uns selbst in der Schulküche.
Adresse:
Maxhaus, der Freien Schule Elztal
Maxhausweg 4
79183 Waldkirch
Zeit: Das Seminar findet vom 12.-16. Februar statt. Wer weiter weg wohnt, bitte schon am Sonntag anreisen, so dass wir am Montag um 10 Uhr starten können. Am Freitag geht es bis um 3 Uhr. Wer will, kann nach dem Seminar noch das Wochenende bis zum Sonntag bleiben, um z.B. zu überlegen, wie wir unsere neu erworbenen Fähigkeiten einsetzen, wie wir selbst unsere Wege weitergehen, ob gemeinsame Projekte entstehen wollen und um einfach die Zeit zu genießen und z.B. auf dem Kandel (einem 1200 Meter hohen Berg direkt nebenan) im Schnee zu toben.
Kosten:
5×3 Euro für die Übernachtung = 15 Euro
Ca. 5×5 Euro fürs Essen = 25 Euro (Evtl. auch weniger, man kann gut Containern)
Eine finanzielle Aufwandsentschädigung für Johannes-Peter: Johannes-Peter weiß, dass sich Menschen in unserem Alter solche Seminare kaum leisten könnten, wenn er die üblichen Preise verlangt. Da es ihm wichtig ist, dass auch junge Menschen solche Seminare machen können, arbeitet er für weniger Geld und lässt es jeder Person frei, das zu geben, was sie will und kann.
Bitte gib rechtzeitig Bescheid, wenn du kommen willst.
Das erste Vorbereitungstreffen ist vorbei und eine neue Gruppe hat sich gebildet. Das nächste Vorbereitungstreffen für den StudienGang 2018 findet vom 12. -14. Januar im Transition-Haus in Kassel statt. Es wird darum gehen unsere Vorstellungen und Ideen auszutauschen, um unseren StudienGang 2018 zu konkretisieren.
Auch neue Teilnehmer*innen sind noch herzlich zu dem Treffen eingeladen. Es wäre aber sehr schön, wenn du dich vorher ausführlich mit den unten beigefügten Fragen beschäftigen könntest.
Ihr könnt am Freitag ab 18 Uhr anreisen und wir hoffen am Sonntag gegen 15 Uhr fertig zu sein.
Mitzubringen sind Isomatte, Schlafsack und gute Laune.
Kosten: Ca. 10€ für die Raummiete, freiwillig 0-10 Euro Spende für die Übernachtung, plus 5-15 Euro für das Essen, das wir einkaufen. Also insgesamt zwischen 15 und 35 Euro.
Bitte melde dich an, wenn du kommen willst und schreibe eine Mail an Kontakt[ät]wanderuni[puunkt]de.
Wenn du ein halbes Jahr lang durch die Welt ziehen und dich mit selbstbestimmten Themen auseinandersetzen würdest, wie würdest du diesen „StudienGang“ gestalten? Mit welchen Themen wolltest du dich schon immer mal beschäftigen? Welche Orte und Menschen schon immer mal besuchen? Würdest du laufen, radfahren oder mit einem Schiff um Afrika segeln? Allein, zu zweit oder in einer Gruppe? Würdest du spontan deinem Gespür folgen oder vorher einen präzisen Plan austüfteln?
Das erste Informations- und Vorbereitungstreffen für die StudienGänge 2018 findet vom 17. -19. November im Transition Haus in Witzenhausen statt. Wir werden die Idee der Wanderuni vorstellen, von den Erfahrungen der letzten Gruppen berichten, Raum geben, um deine Ideen und Wünsche für einen StudienGang 2018 reifen zu lassen und dir Möglichkeit geben, um Menschen kennen zu lernen, die diese Vision mit dir umsetzen.
Zeit:
Am Freitag könnt ihr gerne schon Nachmittags eintrudeln, um 18:00 gibt es Abendessen und um 19:00 Uhr werden wir gemeinsam starten. Am Sonntag wird es bis um 14:00 Uhr gehen.
Ort und Übernachtung:
Transition Haus Brückenstraße 20, 37213 Witzenhausen
Bitte bringt Schlafsack und Isomatte mit.
Kosten:
Jeweils 5 Euro für die zwei Übernachtungen im Transition Haus, dazu kommen ca. 10-15 Euro für das Essen. (Wir werden selber kochen und für die Kosten eine Kasse aufstellen, in die jeder seinen Möglichkeiten und Willen entsprechend dazugeben kann.)
Anmeldung:
Wenn du kommen willst, dann melde dich bitte verbindlich an in dem du eine kurze Mail schreibst an: Kontakt[aäaäatttt]wanderuni[punkt]de
Das nächste Vorbereitungstreffen findet vom 17.-19. Februar in der Attac Villa in Könnern statt.
Wir werden uns bei diesem Treffen vor allem mit der konkreten Planung und Organisation auseinandersetzen.
Wenn du noch einsteigen willst, dann setzte dich am besten direkt mit einer der einzelnen Gruppen in Verbindung, von der du denkst, dass sie zu dir passen könnte. Das heißt aber nicht, dass du dann nur bei dieser Gruppe mitmachen kannst. Es gibt beim Treffen durchaus noch die Möglichkeit alle Gruppen kennen zu lernen und zu schauen, welche zu dir passt.
Bitte beschäftige dich vor dem Treffen intensiv damit, wie du dir deinen StudienGang vorstellst.
Fragen dazu findest du in der Einladung zum Januartreffen. Ein paar weitere Anregungen findest du unter Konzept.
Wir wollen am Freitagabend gemeinsam beginnen. Bitte schau, dass du bis spätestens 18 Uhr da bist. Am Sonntag wird es bis ca. gegen 12 Uhr gehen.
Mitbringen: Schlafsäcke, Handtücher, Hausschuhe, warme Klamotten (aber die Heizung geht auch gut).
Matratzen gibt es genügend.
Kosten: Für die Unterkunft gilt ein Richtwert von 10€, dieser ist jedoch variabel, je nach persönlichen Möglichkeiten und ohne schlechtes Gewissen 🙂
Die Kosten fürs Essen werden wir irgendwie gemeinsam aufteilen.
Das nächste Vorbereitungstreffen findet vom 12.- 15. Januar in der „Freien Schule Elztal“ in Kollnau in der Nähe von Freiburg statt.
Bei diesem Treffen werden wir beginnen die konkreten Strukturen und Inhalte der StudienGänge 2017 zu entwickeln und zu organisieren. Dabei werden wir auch mit einem Supervisor zusammenarbeiten, der schon die beiden bisherigen StudienGänge begleitet hat und der uns dabei unterstützt unsere Interessen und Anliegen heraus zu kristallisieren und die passenden Wege und Formen dafür zu finden.
Auch neue Teilnehmer sind noch herzlich zu dem Treffen eingeladen. Bitte beschäftige dich dann jedoch ausführlich mit den unten beigefügten Fragen. Außerdem bitten wir alle Neuen, wenn irgendwie möglich, bereits am Donnerstag anzureisen, sodass wir euch im Vorhinein vom Verlauf des bisherigen Treffens berichten können.
Von Donnerstagabend bis Freitagnachmittag wird ein optionales und offeneres Kennenlernen und Austauschen stattfinden, bevor wir am Freitag um 16 Uhr alle gemeinsam starten. Am Sonntag wird es bis 13 Uhr gehen.
Wir werden in den Räumen der Schule arbeiten und übernachten und können in der Schulküche kochen. Bitte bringt Schlafsack und Isomatte mit.
Kosten: 3 Euro pro Nacht Übernachtungspauschale für die Schule, außerdem ein paar Euro für das Essen, das wir einkaufen. Dazu kommt, das wir am Ende des Treffens selber entscheiden können, was wir dem Supervisor als finanziellen Ausgleich für seine Unterstützung geben wollen.
Bitte melde dich an, wenn du kommen willst und schreibe eine Mail an Kontakt[ät]wanderuni.de.
Adresse:
Freie Schule Elztal e.V.
Maxhausweg 4
79183 Waldkirch
Fragen:
Warum möchtest du bei der Wanderuni mitmachen? Was ist deine Motivation?
Wie möchtest du unterwegs sein?
Art (Wandern, Fahrrad etc.)
Durch welche Gegenden möchtest du kommen?
Routenvorschläge? Strecke?
Gruppengröße?
Struktur? Wie viel Lernzeit?
Bedürfnisse?
Welche Themen möchtest du?
Workshops?
Orte?
Menschen?
Welcher Zeitraum?
Offene Woche ja/nein?
Wann kann ich nicht?
Bitte überlege auch, was dir besonders wichtig ist und was nicht unbedingt notwendig ist. Bei mehreren Möglichkeiten kannst du auch gewichten. (+/-5)
Weitere Fragen zur Inspiration: Wie wäre es, wenn alles möglich ist?
Und wie fühlt sich die Wanderuni-Idee für mich an?
Welche Talente und Schwächen habe ich?
Welche Dinge interessieren mich gerade?
Womit möchte ich mich beschäftigen? Welche Themen?
Welche Orte/Landschaften/Länder/Kulturen möchte ich kennenlernen?
Welche Menschen/Lehrer möchte ich kennenlernen?
Was möchte ich bewegen in der Welt?
Was möchte ich in mir bewegen?
Was möchte ich am Ende gelernt habe?
Worauf möchte ich besonders achten? Wovor habe ich Angst?
Wenn du ein halbes Jahr lang durch die Welt ziehen und dich selbstbestimmten Themen auseinandersetzen würdest, wie würdest du diesen „StudienGang“ gestalten? Mit welchen Themen wolltest du dich schon immer mal beschäftigen? Welche Orte und Menschen schon immer mal besuchen? Würdest du laufen, radfahren oder mit einem Schiff um Afrika segeln? Allein, zu zweit oder in einer Gruppe? Würdest du frei und ungebunden losziehen oder den StudienGang mit einem ausgetüfeltem Konzept in dein reguläres Studium einbinden?
Der zweite StudienGang der Wanderuni ist gerade zu Ende gegangen. Von März bis September war eine neue Gruppe wandernd und studierend unterwegs. Vieles war ganz anders als beim vorherigen StudienGang und doch wurde auch dieses Jahr die Wanderuni-Zeit als zutiefst wertvoll erlebt. Darum laden die „Runis“ von 2015 und 2016 nun gemeinsam zu einem Informations- und Vorbereitungstreffen ein, damit auch 2017 neue StudienGänge starten können und die Wanderuni weiter lebt und sich entwickelt.
Wir werden einen Raum eröffnen, in dem ihr euch von unsere Geschichten und Erfahrungen inspirieren lassen, Gleichgesinnte finden, euren eigenen StudienGang entwickeln und erste organisatorische und Umsetzungs-Schritte tun könnt.
Über den Winter könnt ihr euren StudienGang dann weiter planen und organisieren, wobei wir alten Runis euch weiterhin unsere Erfahrungen anbieten.
Das Treffen findet vom 18.-20. November im ganz frischen „Sozialkraftwerk“ in Schwäbisch Gmünd statt. (Wo wir kräftig beim Aufbau mitgeholfen haben.)
Am Freitag könnt ihr gerne schon Nachmittags eintrudeln, um 18:00 gibt es Abendessen und um 19:00 Uhr werden wir gemeinsam starten. Am Sonntag wird es bis um 14:00 Uhr gehen.
Bitte bringt Schlafsack und Isomatte mit. Wir werden selber kochen und für die Kosten eine Kasse aufstellen, in die jeder seinen Möglichkeiten und Willen entsprechend dazugeben kann. (ca. ein paar Euro pro Tag)
Bitte meldet euch an, wenn ihr kommt und schreibt eine kurze Mail an Kontakt@wanderuni.de
Wir freuen uns auf Euch!
„Die Runis“
Grober Ablaufplan:
Freitag: Vorstellungsrunde
Erste Einblicke in die bisherigen StudienGänge und die Wanderuni-Idee.
Samstag: Die alten „Runis“ berichten: Erzähl und Fragezeit
Probeschnuppern ins Studium der letzten StudienGänge: Ein Gestalt-Workshop
Entwickeln eigener Ideen und Austausch
Sonntag: Organisation erster weiterer Schritte
Terminfindung weiterer Planungstreffen.
Hinter dem Bahnhof Schwäbisch Gmünd geht es zur Salvatorkapelle den Berg hoch, danach ca. 200 Meter weiter einem kleinen geteerten Sträßchen bergauf folgen (Wanderschild Richtung „Lebensweg“ und „Himmelsgarten“) bis ihr aus dem Wald raus kommt und links ein kleines Haus mit Scheune seht. Hier einfach in die Einfahrt rein und HINTER das Haus gehen. Dann steht ihr an einem Südhang und seht unterhalb einen Teich mit Quelle, eine Jurte und eine kleine Außenküche. Ihr erkennt den Ort daran, dass er wunderschön ist.
Ihr solltet euch darauf einstellen, dass die Verhätnisse einfach, aber herzlich sind. Das Wasser kommt aus einer Trinkwasserquelle, es gibt ein schönes Kompostklo und Kochen tun wir auf einer einfachen Draußenküche.
Seit dem 3. April sind wir jetzt schon unterwegs. In Stuttgart sind wir zunächst in kleiner Gruppe Richtung Schwarzwald gestartet. Nach und nach ist dann die restliche Gruppe dazugekommen. Internetpräsenz ist bisher nicht unsere Stärke. Vielleicht erzählen wir ein bisschen mehr, wenn wir mal Ruhe und Internetzugang haben. Inzwischen sind wir vollständig (11 starke, junge Frauen) und wandern am Bodensee entlang Richtung Allgäu.
Vor ein paar Wochen ist in der Oya ein sehr schöner Artikel über unseren StudienGang 2015 erschienen. Weil es jedoch in dem Artikel ein bisschen so erscheint, als hätten wir uns vor allem ein paar schöne Urlaubswochen gemacht und sich sehr wenig über unser Studium herauslesen lässt, habe ich Bedürfniss hier kurz zu beschreiben, wie ich den universitären Anspruch der Wanderuni verstehe.
Die Wanderuni hat einen Anspruch und ein großes Ideal. So wie Funkenflug keine Klassenfahrt ist, sondern von einer starken Sehnsucht und Hoffnung getragt wird und seinen Sinn und seine Qualität durch die Verbindung von Wandern und politischer Aktion gewinnt, so erfährt die Wanderuni ihren Sinn durch die Verbindung von Wandern und Studium. Die Wanderer sind gleichzeitig Studenten. Und „studieren“ bedeutet „intensives streben“. Auch eine Reise- oder eine Wandergruppe kann wertvolle Erfahrungen bieten, doch diese Art Erfahrungen begründet noch nicht den Kern der Wanderuni. Die Wanderuni bringt eine eigene Qualität hervor, die sie nur durch diesen Anspruch , eben auch eine Universität zu sein, gewinnt. In dem beständigen Ringen danach Wandern und Studium zu verbinden, Formen, Strukturen, Tagesablauf, Lernmethoden, Kommunikationsformen, den Umgang untereinander, Vereinbarungen, Zeiträume und Themen so zu finden und zu gestalten, dass sie diesem Anspruch gerecht werden.
Dass bedeutet für mich nicht im Geringsten, dass diese Formen den heutigen „Uniformen“ ähnlich sein müssen. Ich hoffe sogar auf gänzlich neue Ansätze und Wege und glaube, dass Mut zum Experiment dringend notwendig ist, wenn die Bildung den heutigen Herausforderungen gerecht werden will.
Die Wanderuni will neue Bildungswege gehen.
Es darf sein, dass Markus hinterfragt, was Lernen eigentlich bedeutet und wieso wir „Lernzeiten“ haben, was ja impliziert, dass wir in den anderen Zeiten nichts oder nicht so viel wertvolles Lernen würden, obwohl die wesentlichen Lernerfahrungen vielleicht gerade außerhalb der offiziellen Lernzeiten stattfinden. Und er darf und muss vielleicht sogar ausprobieren, ob nicht ein assoziatives Lernen, dass der eigenen Neugier und den spontanen Begegnungen beim Wandern folgt, nicht sinnvoller und vielleicht auch effektiver sein könnte.
Doch es ist wichtig, dass dieses Vorgehen bewusst geschieht und immer wieder reflektiert wird. Es ist wichtig, dass wir immer wieder hinterfragen, ob es wirklich gut ist, wie wir es tun. Es geht mir darum eine Antwort geben zu können, auf die Frage nach dem „Wie?“, „Wieso machst du das so und nicht anders?“ Es geht mir darum, dass die Studenten der Wanderuni sich ver-antworten können, und so lernen Ver-Antwortung zu übernehmen.
In diesem Sinne ist die normale Universität zutiefst verantwortungslos, denn während sie in sogar noch zunehmenden Maße die Verantwortung von den Studierenden abnimmt und ihnen die Selbstverantwortung verwehrt, so gibt es in dem großen anonymen System gleichzeitig meistens niemanden, der dir auf die Frage nach dem „Wieso so?“ antwortet.
Diese Art von Verantwortung ist eine gänzlich andere, als die ebenfalls im Sprachgebrauch übliche Forderung nach Verantwortlichkeit, die im Gegenüber ein Pflichgefühl erzeugen und sein Gewissen ansprechen soll. Es geht mit nicht um die Stärkung dieser veräußerten Innerlichkeit, einem außerhalb von mir stehenden Selbst, dass mich kontrolliert und mir Vorwürfe macht. Diese inneren Blockaden und dieses Zwiegespaltensein, hindert mich nur daran wirklich loszugehen und meine ganze Kraft zu nutzen.
Mein Anspruch an den Anspruch der Wanderuni ist anderer Motivation. Kein Chor von dröhnenden elterlichen, schulischen, gesellschaftlichen, leistungsgierigen „Du solltest“-Stimmen. Kein Berg an Regeln und Vorschriften. Ich glaube, dass gerade dadurch, dass all diese Stimmen mit der Zeit durch das Wandern abfallen, zurückbleiben und unwesentlich werden, dass durch die Stille und die in der Stille entstehende Frage „Warum tue ich, was ich tue?“ der universitäre Anspruch gesichert wird. Stille und echtes Zuhören, das waren die Qualitätssicherungen unsers StudienGangs.
Wir haben uns oft die Fragen „Wieso tun wir es so, wie wir es tun? Ist es gut, was wir tun?“ gestellt und es hat jedesmal Mut und viel Ehrlichkeit gebraucht. Doch dass wir diesen Mut und diese Ehrlichkeit immer wieder aufgebracht haben, stellt für mich den Kern der Wanderuni dar. Immer wieder haben wir um passende Strukturen und Rituale gerungen, haben Tages-, Wochen- und Monatsreflexionen, Pläne, Experimente und Auswertungen gemacht. Wir haben längst nicht alles gut gemacht, wir haben viele Fehler, viel Blödsinn gemacht und uns an viele Vornahmen nicht gehalten. Doch dass wir bis zum Ende immer wieder darum gerungen haben, es gut zu machen, das macht mich stolz.
Die ganze Zeit über, wusste ich mich verbunden mit der Vision, dass ich das, was ich studiere, nie nur ganz für mich selbst mache, sondern das es immer auch Teil einer größeren Suche nach grundsätzlich neuen, sonnvollen Bildungswegen ist. Dieses größere Ziel im Hintergrund hat mir Kraft geben, mich immer wieder neu zu fragen, was denn die Uni in der Wanderuni ist.
Wenn die Wanderuni eine verantwortungsvolle und lebendige Universität werden will, dann darf sie niemals eine fertige Antwort auf diese Frage haben, sondern muss immer im Zustand des Antwortens bleiben.
Die Wanderuni ist keine Universität. Sie wird erst eine und jeder Wanderstudent findet einen neuen Teil der Antwort. Und ich hoffe, dass die einmal gefundenen Antworten weder einfach wieder vergessen werden, noch dass sie zu steinernen Regeln werden, sondern als angebotene Erfahrung, die Grundlage bieten, aus der die neuen Studenten ihre immer neuen Antworten wachsen lassen können.
Ich übernehme nicht die Verantwortung für die neuen StudieGänge. Die Antwort auf die Frage „Warum tust du, was du tust?“ lässt sich nicht abnehmen. Ich übernehme jedoch vielleicht, um den Anspruch der Wanderuni zu sichern, die Frage.